Gestern waren wir mit zwei 10. Klassen und einer 8. Klasse in Berlin. Die Hinfahrt verlief reibungslos mit Zwischenstopp bei McDoof, wo so mancher ganz schön zugeschlagen hatte. Kurz nach 11 Uhr waren wir in Berlin im DDR Museum. Für die Schüler war eine knappe Stunde Aufenthalt angesetzt. Die ersten kamen nach fünf Minuten angekleckert und meinte, dass sie doch schon alles gesehen hätten und wussten nichts mehr mit sich anzufangen. Ein Programmpunkt wurde noch spontan weggekürzt. Der Marsch zum Potzdammer Platz war einigen schon zu weit und das Betrachten weniger Sehenswürdigkeiten auf dem Weg dort hin sowieso zu viel.
Die ersten blöden Aktionen ereigneten sich bereits bei diesem Marsch. Doch wahrscheinlich ist es besser, wenn ich darauf nicht genauer eingehe. Danach hatten die Schüler ausgiebig Freizeit, die sie scheinbar auch zu nutzen wussten. Wir Lehrer machten bei einem gemeinsamen Mittagessen erstmal einen ordentlichen Griff ins Klo. Wir suchten uns ein nettes Restaurant aus. Jedoch war das Essen und die angebotenen Getränke sogar für uns zu gesund, um es noch nett auszurücken. So schlecht habe ich schon lange nicht mehr gegessen und dazu gab es nur so exotische Getränke wie Apfel-Möhre-Ingwer-Saft, der leider besonders stark nach Ingwer schmeckte. Bähh.
Zum Schluss hatten wir auch alle Schüler wieder zusammen. Nur die Rückfahrt wurde zur echten Geduldsprobe, da einige Schüler doch sehr überdreht oder „angeheitert“ waren. Der Busfahrer unterstützt dies noch dadurch, dass er die entsprechenden Lieder anspielte, die dann von fast allen Schülern mitgegrölt wurden. Ich sage nur : “ Ich habe eine Zwiebel auf dem Kopf, ich bin ein Döner…“ Sie konnten sie alle lauthals mitbrüllen. Ich kam mir, glaube ich, noch nie sooooo alt vor. Der letzte Höhepunkt war, dass wir vom Zoll rausgewunken wurden. Einige Schüler begannen schon panisch in ihren Taschen zu wühlen. Wieso bloß?
Die Beamten interessierten sich nämlich nur für den Busfahrer und kontrollierten ihn. Hätte vielleicht nicht geschadet, wenn sie den einen oder anderen Schüler auch noch mal durchleuchtet hätten.
Die meisten haben sich eigentlich gut benommen, die größten Querulanten waren schon aussortiert, Spaß hat es allen gemacht, aber beim nächsten Ausflug werden wohl noch ein paar mehr aussortiert werden müssen.
Um halb neun am Abend war ich wieder zu Hause und ganz schön platt.







