Dieses Buch von Marc Levy erzählt eine sehr ungewöhnliche Liebesgeschichte. Sie entfernt sich meilenweit von jeglicher Realität, trotzdem bekommt man einen wohligen Schauer beim Lesen. Sie ist lustig, traurig, an manchen Stellen ein wenig spannend und regt sogar zum Nachdenken an.
Besonders gut gefallen mir die Gedanken zur versteichenden Zeit und, dass jeder sie bestmöglich für sich nutzen sollte, da sie ein sehr kostbares Gut ist, dass jeden Augenblick auch vorbei sein könnte.
Zitat aus dem Buch (S.249f)
„…bei einem Wettbewerb folgenden Preis gewonnen hättest: Jeden Morgen würde bei einer Bank ein Konto mit 86400 Dollar zur Verfügung stehen.“
Es gibt jedoch zwei Regeln:
1.“…alles, was im Laufe des Tages nicht ausgegeben wurde, wird einem wieder weggenommen.“
2.“Die Bank kann das Spiel ohne Vorwarnung beenden; zu jedwedem Zeitpunkt kann sie dir sagen, dass es vorbei ist, dass sie das Konto schließt.“
„Was würdest du tun?“
„Wir alle haben so eine magische Bank. Es ist die Zeit. Jeden Morgen, wenn wir aufwachen, bekommen wir 86400 Sekunden Leben für den Tag, und wenn wir am Abend einschlafen, wird uns die übrige Zeit nicht gutgeschrieben. Was wir an diesem Tag nicht gelebt haben, ist verloren, gestern ist vergangen. Jeden Morgen beginnt der Zauber von neuem, aber die Bank kann unser Konto zu jeder Zeit ohne Vorwarnung auflösen: Das Leben kann jeden Moment zu Ende sein. Was machen wir also aus unseren 86400 täglichen Sekunden?“
Solche Bücherstellen bereiten mir eine Gänsehaut und lassen mich für einen Moment inne halten.
Das Buch hat jedoch nur vier von fünf Sternen bekommen, weil mich der plötzlich auftauchende Polizeiinspektor gestört hat und nach meinem empfinden, nicht so richtig in die Geschichte passen wollte.
Von dem Buch gibt es eine Fortsetzung. Ihr dürft genau einmal raten, was ich wohl als nächstes lesen werde.